Der aktuelle Durchschnittspreis in NRW
Nach der amtlichen Kaufwertestatistik von IT.NRW lag der durchschnittliche Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke in Nordrhein-Westfalen 2025 bei rund 80.732 € je Hektar — nach 81.953 € (2024) und 87.240 € (2023). Die Preise haben also zwei Jahre in Folge leicht nachgegeben, während die Zahl der Verkäufe 2025 um 28,6 % auf 1.907 stieg. NRW gehört damit weiter zu den teuersten Bodenmärkten Deutschlands; der Bundesdurchschnitt liegt deutlich darunter.
Umgerechnet sind das etwa 8,07 € pro m² im Landesschnitt. Ein einzelner Durchschnittswert sagt über eine konkrete Fläche aber wenig — entscheidend ist die Region.
Preise nach Regierungsbezirk
| Region | Ø Kaufwert je ha |
|---|---|
| Regierungsbezirk Münster (Münsterland) | ≈ 121.500 € |
| Regierungsbezirk Düsseldorf | ≈ 102.800 € |
| NRW gesamt | ≈ 80.700 € |
| Regierungsbezirk Köln | ≈ 74.400 € |
| Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe) | ≈ 57.300 € |
| Regierungsbezirk Arnsberg (Sauerland/Ruhr) | ≈ 45.200 € |
| Kreis Lippe, Ackerland (Kauffälle 2024 / 2025) | ≈ 52.600 € / ≈ 38.000 € |
Quellen: IT.NRW, Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke 2025 (Pressemitteilung vom 21.08.2026); Grundstücksmarktberichte 2025 und 2026 des Gutachterausschusses Kreis Lippe (Ackerland, Kauffälle > 2.500 m², Geldumsatz je Fläche — der Gutachterausschuss wertet das Preisniveau 2025 als konstant).
Im Regierungsbezirk Münster (u. a. mit den Kreisen Steinfurt, Warendorf, Coesfeld und Borken) wurden 2025 im Schnitt über 120.000 € je Hektar gezahlt — dort treffen intensive Tierhaltung und Flächenknappheit aufeinander. Ostwestfalen-Lippe liegt mit rund 57.300 € deutlich darunter. Im Kreis Lippe zog dafür das Handelsvolumen an: 2024 stiegen die Ackerlandkäufe in Anzahl (+39 %), Fläche (+89 %) und Geldumsatz (+162 %), 2025 kamen noch einmal 24 % mehr land- und forstwirtschaftliche Kauffälle hinzu.
Was den Preis Ihrer Fläche wirklich bestimmt
- Bodengüte (Ackerzahl): Eine Fläche mit Ackerzahl 70 ist pro Hektar deutlich mehr wert als eine mit 40. Die Bodenrichtwerte im Kreis Lippe beziehen sich auf ein Richtwertgrundstück mit Ackerzahl 55.
- Schlaggröße und Zuschnitt: Große, gut maschinengängige Schläge erzielen Aufschläge; kleine Splitterflächen Abschläge.
- Pachtstatus: Frei verfügbare Flächen sind mehr wert als langfristig verpachtete.
- Lage zum Käufer: Der aufstockende Landwirt nebenan zahlt oft mehr als der Bodenrichtwert hergibt.
- Sonderpotenziale: Bauerwartung, PV-Eignung, Ausgleichsflächen-Potenzial (VNS & Ökopunkte) können den Wert vervielfachen.
Wo Sie offizielle Werte einsehen
- BORIS NRW — kostenloses Bodenrichtwert-Informationssystem für ganz NRW
- Bodenrichtwerte Kreis Lippe — unsere Auswertung des Grundstücksmarktberichts mit echten Kaufpreisen
Vom Durchschnittspreis zum konkreten Angebot
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